Nationalrätin Christa Markwalder war am Montag zu Gast in Roger Schawinskis Talkshow “Schawinski” (SF). Dabei ist Markwalder anzurechnen, dass sie nicht via Twitter ihre Fans über die Teilnahme entscheiden liess. Sonst hätte man ihr möglicherweise geraten, die Einladung auszuschlagen. Die Bernerin traute sich indessen in das Studio von Schawinski.
Nach Schawinskis Intro bedankte sie sich für die “freundliche Vorstellung”. Ein sehr anständiger Zug. Schawinski reagierte prompt: “Sie sind ja e Rebellin gsi früehner, oder, Sie händ kifft, bis s’Jugendgricht Ihne Brief gschriebe hät, Sie sind schwarz gfahre, Ihri Lehrer händ Sie zur Wyssgluet triebe. Das isch scho no speziell, vor allem, will Sie us emne bürgerliche Huushalt chömed!”. Die Bernerin schluckte ein, zweimal leer, setzte ein strahlendes Lächeln auf und liess sich nicht provozieren. Sympathisch!
Eine weitere “unangenehme” Stelle war ein Einspieler aus dem Jahr 2003. Schawinski: “Ich han das Bild aglueget (…) Sie sind früehner ganz anderst gsi, händ ganz anderst usgseh…” – “Finged der?” – “20 Kilo meh!” – “Ney sicher kei 20 Kilo” – “Wieviel denn?” – “Öppe 7″ – “Also ich ha s’Gfühl das isch öppis ganz anders (…) meistens wenn me s’Gwicht so stark veränderet als Frau gitt’s zwei Möglichkeite: Entweder grossi Beziehigsproblem oder me isch frisch verliebt, was isch bi Ihne?” – “Äh… s’erschte *gsi*” – “und s’zweite *jetz*?” – “I be verliebt i mis Lebe”.
Anders als Christoph Blocher oder Roger Köppel war Christa Markwalder weder schwierig noch mühsam. Sie liess “Schawi” ausreden und gewährte ihm stellenweise mehr Redezeit als sich selbst. Fazit: War ganz nett. Aber für Schawinski vermutlich zu unspektakulär.
Weiterführende Links:
- Roger Schawinski im Gespräch mit Christa Markwalder (SF, 23.01.2011)
