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Verliebt in das Leben

27. Januar 2012
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Nationalrätin Christa Markwalder war am Montag zu Gast in Roger Schawinskis Talkshow “Schawinski” (SF). Dabei ist Markwalder anzurechnen, dass sie nicht via Twitter ihre Fans über die Teilnahme entscheiden liess. Sonst hätte man ihr möglicherweise geraten, die Einladung auszuschlagen. Die Bernerin traute sich indessen in das Studio von Schawinski.

Nach Schawinskis Intro bedankte sie sich für die “freundliche Vorstellung”. Ein sehr anständiger Zug. Schawinski reagierte prompt: “Sie sind ja e Rebellin gsi früehner, oder, Sie händ kifft, bis s’Jugendgricht Ihne Brief gschriebe hät, Sie sind schwarz gfahre, Ihri Lehrer händ Sie zur Wyssgluet triebe. Das isch scho no speziell, vor allem, will Sie us emne bürgerliche Huushalt chömed!”. Die Bernerin schluckte ein, zweimal leer, setzte ein strahlendes Lächeln auf und liess sich nicht provozieren. Sympathisch!

Eine weitere “unangenehme” Stelle war ein Einspieler aus dem Jahr 2003. Schawinski: “Ich han das Bild aglueget (…) Sie sind früehner ganz anderst gsi, händ ganz anderst usgseh…” – “Finged der?” – “20 Kilo meh!” – “Ney sicher kei 20 Kilo” – “Wieviel denn?” – “Öppe 7″ – “Also ich ha s’Gfühl das isch öppis ganz anders (…) meistens wenn me s’Gwicht so stark veränderet als Frau gitt’s zwei Möglichkeite: Entweder grossi Beziehigsproblem oder me isch frisch verliebt, was isch bi Ihne?” – “Äh… s’erschte *gsi*” – “und s’zweite *jetz*?” – “I be verliebt i mis Lebe”.

Anders als Christoph Blocher oder Roger Köppel war Christa Markwalder weder schwierig noch mühsam. Sie liess “Schawi” ausreden und gewährte ihm stellenweise mehr Redezeit als sich selbst. Fazit: War ganz nett. Aber für Schawinski vermutlich zu unspektakulär.

Weiterführende Links:

2011: Den Lesern gefiel es!

1. Januar 2012
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Wordpress stellte mir heute Morgen eine interessante Zusammenfassung meiner Blog-Statistiken fürs Jahr 2011 zu. Im letzten Jahr gab es auf simon-kaelin.ch 44 neue Blog-Beiträge. Die meistgenutzten Suchbegriffe waren “simon kälin”, “simon kaelin” und “affen in freiheit” (bezieht sich auf den gleichnamigen Artikel aus dem Jahr 2010). Der beliebteste Artikel war “Komm Schatz, wir geh’n in den Krieg” (März 2011), den ich noch in Oxford schrieb. In diesem Artikel machte ich mir Gedanken über die “Kriegsbegeisterung” in der Schweiz, als in Libyen der Kampf gegen den ehemaligen Machthaber Gaddafi losging. Dieser Beitrag war ausserdem einer der am meisten mündlich kommentierten Beiträge.

Interessant ist auch zu sehen, woher meine Blog-Besucher überhaupt kommen. Der grösste Teil der europäischen Besucher ist aus der Schweiz (94.1 Prozent), gefolgt von Deutschland (2.5%) und Österreich (0.9%). Auch Besucher aus Italien (1.4%) und England (0.5%) waren dabei. Zu erwähnen ist, dass es im ersten Halbjahr eine englischsprachige Parallelseite (international.simon-kaelin.ch) gab, die von den Statistiken ebenfalls erfasst wurde. Das erklärt auch die Besuche aus den USA.

WordPress hat meine Statistiken mit einem lustigen Beispiel veranschaulicht. Eine Strassenbahn in San Francisco bräuchte 40 Fahrten um meine Blog-Besucher zu transportieren. Das freut mich natürlich. Und so freue ich mich auf das Jahr 2012 mit weiteren spannenden Beiträgen.

Die Kinder des Schreckens sind müde

31. Dezember 2011
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31. Dezember 2011 – in der Nordostschweiz schneit es. Es ist noch früh. Und es ist verdammt kalt. Das müssen auch die ehemaligen Kinder des Schreckens gemerkt haben, die früher an Silvester für Furore sorgten. Wo sie wohl heute sein mögen? Im warmen Bettchen? Müde? Ausgepowert nach einer durchzechten Partynacht? Silvester ist hier kein Thema mehr. Der Begriff Silvester stand bisher in einem engen Zusammenhang mit den Begriffen Unfug, Schaden und Ärger. Heute ist Silvester ein Tag wie jeder andere auch. Man muss das Gartentörli nicht mehr im Wald suchen gehen.

Wer am Silvester teilnehmen wollte, musste halt früh aufstehen, sich verkleiden und sich mit Pfannendeckeln, Kuhglocken oder anderen lärmigen Gegenständen ausrüsten. Dann zog man durchs Dorf, machte Lärm, läutete an den Türen und hoffte frech auch noch auf eine Belohnung für den Radau, den man zuvor veranstaltete. Wer auf taube Ohren stiess, rächte sich in irgendeiner Weise, die manchmal am Rande des Erlaubten war. „Sinnlos“ ist gerade noch ein milder Ausdruck für dieses Treiben, aber er passt bestens.

Ich vermute sodann, dass der frühere Silvesterbrauch unter dem jüngeren Volk eher belächelt wird. Sie haben auf dem Land sonst schon ein Identitätsproblem. Minderwertigkeitskomplexe gegenüber den angeblich modernen Städtern kommen schon mal vor. Aber im Hinblick auf den sinnfreien Silvesterbrauch muss man beinahe froh darüber sein. Ich habe mir schon bei Halloween Gedanken über dieses Thema gemacht. Wer Interesse hat, kann sich den Artikel hier noch einmal ansehen.

Künftig per Flugi an den Match?

28. Dezember 2011
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Ein Schweizer Team in der russischen KHL – Eine Meldung, die einen Eishockeyfan zum Nachdenken bringt.

Ausgangslage

Wie auf der englischen Webseite der KHL zu lesen war, haben die Liga und der Hockeyclub Helvetics eine Absichtserklärung unterschrieben. Helvetics bestätigt darin sein Interesse in der KHL mitzuspielen und alle notwendigen Massnahmen zu treffen um die Standards und die Reglemente der Liga zu erfüllen. Demgegenüber bestätigt die KHL, dass sie die Helvetics ab der Saison 2014/2015 aufnehmen werden. Bis am 30. April 2014 muss der schweizerische Hockeyclub die erforderlichen Auflagen erfüllt haben.

Was dagegen spricht

Die Heimspiele der Helvetics dürften sehr attraktiv werden, denn in der KHL spielen Teams mit grossen Namen. Für die Schweizer Vereine bedeuten die Helvetics einen neuen Mitbewerber in dreifacher Hinsicht: Einerseits werden Spieler abgeworben. Für einen Spielerkader werden ungefähr 25 Spieler gebraucht. Weiter werden Sponsoren benötigt. Und schliesslich könnten Fans abspringen oder auf Kosten ihrer Lieblingsvereine Spiele der Helvetics besuchen. Daher dürfte es zu Widerstand der bisherigen Eishockeyteams kommen.

Sodann wird sich nicht ohne Weiteres eine Fanszene etablieren, denn der Weg an die Auswärtsspiele ist sehr lange. Wahrscheinlich würden vorwiegend Auslandschweizer an die Auswärtsspiele gehen. Hiesige Fans müssten sich ja Urlaub nehmen.

Als NLA-Fan eher nein

Obwohl ich mir durchaus vorstellen kann, einmal ein Eishockeyspiel der Helvetics zu besuchen, stehe ich einer Globalisierung – oder zumindest einer “Europäisierung” – des Eishockeys eher kritisch gegenüber. Als Fan will ich an ein Auswärtsspiel gehen, ohne in ein Flugzeug steigen zu müssen. Die Schweizer Hockeykultur möchte ich trotz den grossen Namen nicht hergeben. Darum: Lieber nein.

Weiterführende Links:

Der Zufall half nach

25. Dezember 2011
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Es freut mich wahnsinnig, euch auf meiner neuen Webseite begrüssen zu dürfen. Halt – die Webseite ist ja nicht neu. Die gibt es schon lange. Neu ist bloss das Design. Also die Darstellung, die Farben, du weisst schon… warum ich das geändert habe? Keine Ahnung. Ich dachte, eine Veränderung tut gut. Schon länger spielte ich mit dem Gedanken, mal was umzustellen. Doch lange fand ich das richtige Design nicht. Jetzt hat mir der Zufall aber ein wenig auf die Sprünge geholfen und das freut mich umso mehr.

Vielleicht habt ihr euch schon über den neuen Slogan gewundert. Wie? Ach so, du weisst nicht, welchen Slogan ich meine. Schau mal oben links. Dort wo das Logo ist. Also dort, wo “www.simon-kaelin.ch” steht. Genau dort. Jetzt siehst du doch, dass unter der Adresse steht: “ein Text sagt mehr als 1000 Worte”. Wow. Unglaublich innovativ, gell. Ja, schon. Hat mir viele schlaflose Nächte bereitet. Nein, Witz. Für mich stimmt dieser Spruch. Du kannst etwas schreiben und dafür tausend Worte benutzen, aber hast am Ende doch keinen Text, sondern bestenfalls eine Ansammlung von Wörtern. Also schreibst du lieber einen Text, der vielleicht ein wenig kürzer ist, aber eine Botschaft enthält. War das etwa zu hoch? Dann würde ich nicht länger darüber nachdenken und einfach mal drauf los lesen. Du findest hier einige spannende und lustige Dinge. Mach es dir gemütlich und nimm dir ruhig ein bisschen Zeit. Falls technisch etwas nicht klappt, dann würde ich mich über eine Rückmeldung freuen.

Das ist die Prüfungshymne

24. Dezember 2011
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Die Unterrichtseinheiten dieses Semesters wurden am Freitag abgeschlossen. Nun hat die Prüfungsvorbereitung für das Herbstsemester 2011 begonnen. Heute kann ich auf den Erfahrungen der vergangenen Semestern aufbauen und habe auch meine Planung entsprechend gestaltet.

Als Prüfungshymne habe ich den Titel “Hand in Hand” der Gruppe Koreana ausgewählt. Es handelt sich dabei um den Olympiasong von 1988.

Koreana – Hand in Hand