Gestern kam Gülsha ganz oben an

Macht den Ostschweizer Dialekt salonfähig: Gülsha Adilji. (Bildquelle: twitter.com/guelshaaa)
Den Namen Gülsha Adilji verbindet man noch nicht mit einer Ostschweizer TV-Moderatorin, wenn man Joiz nicht kennt. Joiz ist ein junger TV-Sender, dessen Programm das Publikum über verschiedene Socialmedia-Plattformen und die Homepage bestimmen kann und der Arbeitgeber von Gülsha, die gestern Abend in meiner Radiosendung zu Gast war. Die Moderationen der St. Gallerin, deren Wurzeln über die Türkei, Albanien und den Kosovo verteilt sind, bestechen durch einen trockenen Humor, den sie von ihrer Mutter vererbt hat. Auch am Radiomikrofon strahlt Gülsha, gestikuliert mit den Händen und ist sich selbst für einen Spruch über sich selbst nicht zu schade. Im „Info S“ darf sie sich als Nachrichtensprecherin üben und meistert die Aufgabe – trotz leichter Nervosität – problemlos. Interessanterweise bewarb sich Gülsha bei Joiz nicht für einen Moderationsjob. Dieser wurde ihr erst während dem Bewerbungsgespräch angeboten. Gülshas Talent ihre Gedanken mitzuteilen äussert sich nämlich auch auf dem Papier. Mit was man Gülsha in einigen Jahren wohl verbinden wird? Mit einer TV-Moderatorin, einer Redaktorin oder einer Pharmaassistentin, ihrem gelernten Beruf? Immerhin durfte sie beim SF schon mal ein Praktikum absolvieren. Vielleicht holt man eines Tages die „verlorene Tochter“ zurück? Doch Gülsha ist bereits ganz oben angekommen – im Stockwerk P, dem höchsten Stockwerk des Kantonsspitals Frauenfeld. Von dort hat sie zwar wegen der Wolkendecke den „Super-Mond“ nicht gesehen, doch man mag es ihr wünschen, dass in einigen Jahren die grossen Scheinwerfer auf die kleine Frau mit dem tollen Humor herabscheinen. Das würde mich mit nicht geringem Stolz erfüllen.
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